Entwicklung des Euribor

Trotzdem zahlreiche Analysten bei der letzten Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) im Januar dieses Jahres von weiteren Senkungen des offiziellen Zinssatzes sprachen, liess die makroökonomische Situation der Eurozone dies nicht zu bzw. machte sie nicht empfehlenswert.

Das neue EZB-Team erbringt gute Lösungen für die endemischen Probleme des Euro und ist hiermit sehr nah an den Märkten. Die historisch langsame Reaktion dieser Institution ist derzeit nicht zu bemängeln.

Man muss nur sorgfältig und kontinuierlich die Protokolle und Veröffentlichungen der EZB lesen, in denen Daten zur Analyse und Prognose künftiger Situationen bereitgestellt werden.

In ihrem jüngsten Monatsbericht vom Januar (und den Vorherigen) kann man sehen, dass die Entwicklung der Geldmassen M1 und M3 ähnlich den ersten Quartalen des Jahres 2009 entscheidend wachsen, als man versuchte, den möglichen Zusammenbruch des Weltfinanzsystems nach dem Default von Lehman Brothers mit heterodoxen Politiken oder quantitativen Expansionen (QE) auszugleichen.

Die Entwicklung des BIP der Eurozone (UEM) (*) und seine Prognose für das Jahr 2013 machen es, wenn man so will, nötig, einen steten Rhythmus bei der Emission von Papiergeld und dem Kauf von Schulden beizubehalten, während die verschiedenen Regierungen auf dem Weg der Haushaltskonsolidierung fortfahren.

Diese deutliche Geldspritze von Commodity Geld macht es möglich, dass die Wirtschaft auch im Leerlauf nicht stillsteht und man einen leichten Anstieg der Inflation der produzierten Waren und Dienstleistungen feststellt und der Preis des Geldes (Euribor) hierauf seit Dezember letzten Jahres mit einem Anstieg reagiert.

(Die Währungs- und Regulierungsbehörden sehen hierin derzeit kein Problem, da der finanzpolitische Effekt auf die Inflation Baissetendenz hat: die Steuern und Gebühren können in keinem Land der Eurozone weiterhin derart stark ansteigen, da das verfügbare Einkommen gering ist und der BIP der Eurozone dies deutlich zeigt.(*))

Zusammengefasst: mittelfristige Trendänderung der Zinssätze, wodurch Entscheidungen hinsichtlich Verschuldung oder Investitionen aus Liquiditätsüberschüssen beeinflusst werden.

(Alle Bemerkungen und Kommentare basieren auf offiziellen Unterlagen, die in den meisten Fällen quantitative Daten beisteuern sowie eigenen mathematischen Korrelationsmodellen).

24. Januar 2013 von Albert Vila | Themen: Banken, Makroökonomie

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